Willkommen in den Rieselfeldern!

Wir freuen uns dass Sie den Weg zu unserer Internetpräsenz gefunden haben. Auf diesen Seiten möchten wir – das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biologischen Station – Ihnen Neuigkeiten und Informationen rund um das Europareservat Rieselfelder Münster und seine zahlreichen tierischen und verwurzelten Bewohner präsentieren. Aktuelle Veranstaltungs-Hinweise finden Sie unter dem Unterpunkt „Veranstaltungen“.

Und hier geht es auch zur  Online-Petition  gegen Windkraftanlagen an den Rieselfeldern.

Wir hoffen, dass wir Sie für den Naturschutz und natürlich für die Rieselfelder begeistern können!

Rieselfelder verteidigen

Wenn die Nutzungen am Rande von Städten und Gemeinden intensiviert werden, und jeder Quadratmeter verbaut oder zumindest verplant wird und nicht brach liegt oder nicht unter eine extensivere Nutzung fällt und wenn gleichermaßen die Nutzungen in der freien Feldflur derart intensiviert werden, dass Lebensräume für andere Lebewesen als den Menschen zur Mangelware werden, dann müssen wenigstens die Schutzgebiete, die letztendlich nur wenige Prozent der Landesfläche ausmachen, so geschützt werden, dass ihre Lebensraumfunktionen auf Dauer gesichert sind.

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Schlammbänke – wichtige Nahrungsquellen für viele Vögel – wirken wie Magnete auf durchziehende Vögel. Wo gibt es sie sonst noch in unserer Kulturlandschaft?

Unter diesen Vorzeichen ist es zu verstehen, dass die Biologische Station Rieselfelder Münster auf die fachlich begründeten Abstände von Windkraftanlagen zum Schutzgebiet besteht und diese durchsetzen wird.

Es ist völlig unverständlich, wie eine Partei mit einer grünen Agenda nun sogar den Wert eines Europäischen Vogelschutzgebietes mit einer indiskutablen Windkraftplanung torpediert. Wir sind im flachen Binnenland an einer noch nicht einmal erhabenen Position, dort können nur sehr große Windräder auf Dauer wirtschaftlich sein. Diese müssen einen gehörigen, hier mindestens 1200 m, Abstand halten, um das Gebiet nicht negativ zu beeinflussen.

Viel Energie geht derzeit dabei in die Auszählung von Stimmen und in die Organisation des Protestes, Energie die leider woanders im Rieselfeld fehlt. In einer Online-Petition haben sich über 2200 Menschen für die Position der Biologischen Station und gegen Windräder nahe den Rieselfeldern ausgesprochen. Darunter sind nicht ganz 1000 Münsteranerinnen und Münsteraner. Auf analogen Unterschriftenlisten, die zum Unterschriften sammeln von dieser Internetseite heruntergeladen werden können, haben zudem bisher mehr als 2300 Menschen mit ihrer Unterschrift den Rücken der Biologischen Station gestärkt. Davon kommen bisher über 1500 Unterschriften aus Münster.
Insgesamt unterstützen somit mehr als 4500 Menschen davon 2500 Münsteraner das Europäische Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster im Protest gegen nahe gelegene Windenergieanlagen.

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Die Gewinnung von Windenergie ist in einem Abstand von mehr als 1200 m von der Schutzgebietsgrenze akzeptabel.

So sehr wie die Rieselfelder mittlerweile auch als Naherholungsgebiet von Münsteranern geschätzt werden, könnten es gerne auch noch mehr Unterschriften gerade aus Münster sein.

Die Online-Petition endet am 13. Juni, die analogen Unterschriftenlisten werden noch mindestens bis 25. Juni weiter gesammelt.

Zum Üben in die Rieselfelder

Artikel der Westfälischen Nachrichten zur Vogelzählung

Auch der Presse-Nachwuchs muß mal ran. Unter diesem Motto könnte der nachstehende Link zu einem Artikel über die Vogelzählung in den Rieselfeldern stehen.

Dabei wurde Andrea Klein vom Verein Biologische Station Rieselfelder Münster e.V. von den zwei Nachwuchs-Journalistinnen Jana Nitsch und Karen Schütz, beide Praktikantinnen bei den Westfälischen Nachrichten (WN), zu ihrer ehrenamtlichen Arbeit in den Rieselfeldern befragt. Heraus kam ein Artikel über die Vogelzählung.

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Von links: Die WN-Praktikantinnen Karen Schütz und Jana Nitsch sowie Andrea Klein vom Vereien Biologische Station Rieselfelder Münster e.V..

Interessant war auch, dass Frau Nitsch derzeit von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) an die WN ausgeliehen ist. Bei der DBU in Osnabrück absolviert Frau Nitsch ein Volontariat im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“. Die Tagespresse ist sicherlich auch für Deutschlands größte Umweltstiftung ein wichtiger Partner, wenn es um die Information einer breiten Öffentlichkeit geht. Gut wenn man weiß, wie dort Artikel entstehen und in die Medien gelangen.

Der Link zum Vogelzählungsartikel.

Grafschafter Naturschutzstiftung unterstützt Stegerenovierung

Die Naturschutzstiftung der Grafschaft Bentheim unterstützt die Renovierung der Stege an der Biologischen Station Rieselfelder mit Projektmitteln in Höhe von 15 000 Euro über den Zeitraum von drei Jahren.  Der Startschuss für das Projekt wurde am Montag mit einem Handschlag besiegelt.

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Von links: Paul Uphaus und Hartmut Schrap von der Naturschutzstiftung der Grafschaft Bentheim sowie Dr. Michael Harengerd, Leiter der Biologischen Station, und Rüdiger Sasse von der Feinbrennerei Sasse.

Möglich wird dies durch die Ausschüttungen aus dem „Fond Grafschafter Kräuterwacholder“, der durch die Feinbrennerei Sasse gefüllt wird. Die Schöppinger Spezial-Destillerie im West-Münsterland unterstützt mit diesem Fond nicht nur die Wacholderheiden in der Grafschaft Bentheim, sondern auch Naturschutzprojekte im Münsterland.

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… stellt Mittel aus dem Fond „Grafschafter Kräuterwacholder“ zur Verfügung.

Die Stege an der Biologischen Station sind etwas in die Jahre gekommen. Das Auswechseln einzelner Bretter war in letzter Zeit immer nur eine Notlösung. Die Stege sind für die Umweltbildungsarbeit der Station sehr wichtig, da sie Kinder sehr nah an das Wasser führen, um dort Tiere unter Anleitung fangen, kennenlernen und beobachten zu können. So lernten bereits viele Kinder beim Keschern die Bedeutung der Flachwasser- und Schlammbereiche für die im europäischen Vogelschutzgebiet rastenden Vögel kennen.

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Die maroden Holz-Stege werden abgebaut während die Fundamente erhalten bleiben und auch das neue Holz tragen werden.

Obwohl bis zu 70 Kescher-Veranstaltungen im Jahr (Motto: Was bei den Vögeln auf der Speisekarte steht) nicht gerade für beruhigte Lebensräume sprechen, können gerade durch die Stege, die für das Wasserleben wichtigen und sensiblen saichten Uferränder geschont werden. Diese mit Stegen erschlossenen Minirieselfelder danken es mit einer großen Lebensfülle, die dort Jahr für Jahr erlebbar ist und Dank der Naturschutzstiftung, der Feinbrennerei Sasse und den Mitarbeitern der Biologischen Station auch in Zukunft sein wird. In drei Abschnitten werden das Holz ersetzt, die Stege zum Teil verbreitert und auch wieder einseitig mit einem Geländer versehen.

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… unterstütz Naturschutzprojekte im Münsterland.

Während der Renovierung ist mit einer eingeschränkten Begehbarkeit der Stege zu rechnen. Mitarbeiter der Biologischen Station haben begonnen, Minirieselfelder zum Teil trocken zu legen und Teile der Stege abzubauen. Ersatzweise ist nun ein benachbartes Minirieselfeld höher befüllt. Das erforderliche Holz für die Renovierung ist bereits bestellt.

Auch die Westfälischen Nachrichten berichteten darüber:

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Schoeppingen

und hier:

http://www.wn.de

Motivationsschub aus dem Stift

Wow! Kaum zu glauben! So waren die Reaktionen auf die e-mail, die wir am Dienstag den 22. März von Frau Dorothee Koch erhielten.

Darin schrieb sie von ihrer 82jährigen Mutter, Frau Mechthild Arns, die engagiert wie sie ist, in ihrem Umfeld 80 Unterschriften gegen den geplanten Windkraftstandort in der Nähe der Rieselfelder gesammelt hat. Sie wollte auch unbedingt die Unterschriften, trotz eingeschränkter Mobilität und Dialyse,  persönlich überreichen. Nicht nur die Tochter, die ihre Mutter in ihren Vorhaben unterstützte, ist von soviel Courage und Engagement ergriffen auch die Mitarbeiter der Station freuten sich auf das Treffen mit Frau Arns.

Frau Arns überreicht Herrn Harengerd 80 Unterschriften gegen den geplanten Windkraftstandort nahe den Rieselfeldern
Frau Arns überreicht Herrn Harengerd 80 Unterschriften gegen den geplanten Windkraftstandort nahe den Rieselfeldern. Herzlichen Dank!

Die Unterschriften hat sie heute am Donnerstag dem Leiter der Biologischen Station, Dr. Harengerd, überreicht und dabei einen bleibenden tollen Eindruck hinterlassen.  Die Idee dazu bekam Frau Arns aus der Zeitung, in der über das Vorhaben der Stadt kritisch berichtet wurde.  Frau Arns kennt die Rieselfelder seit langer Zeit. Auch als sie noch in Recklinghausen lebte, waren ihr die Rieselfelder bereits ein Begriff und häufiges Ausflugsziel. Sie möchte die Natur dort geschützt wissen. Dabei gibt sie zu verstehen, dass sie nicht grundsätzlich gegen Windkraft ist, aber die Windkraft sollte ausreichend Abstand zu Naturschutz- und besonders zu Europäischen Vogelschutzgebieten halten.

Als kleines „Dankeschön“ erhielt Frau Arns einen Rieselfeld-Kalender, damit sie die Rieselfelder im Stift nicht missen muss.

Darüber hinaus bringt die Post täglich Briefe mit Unterschriftenlisten. Auch hier gilt allen aktiven Sammlerinnen und Sammlern unser herzlicher Dank!

Weiter so!

Unterschriften-Listen liegen an der Biologischen Station Rieselfelder Münster aus oder können hier als pdf-Datei heruntergeladen werden. Zudem verweisen wir auch auf unsere Online-Petition!

Fahrradstraßen in den Rieselfeldern

Der Geschwindigkeitsrausch, dem viele Autofahrer auf der Coermühle und dem Hessenweg in den Rieselfeldern erliegen, bringt nichts Gutes für andere Beiteiligte wie Fußgänger und Radfahrer oder aber auch die Tierwelt der Rieselfelder. Vor allem zu Berufsverkehrszeiten sind dies Schleichwege, auf denen selten geschlichen wird. Ein Thema, dass schon seit vielen Jahren auf der Agenda steht und die Politik und Verwaltung bemüht.  Daher begrüßt die Biologische Station Rieselfelder Münster den Vorstoß, die Straßen in Fahrradstraßen umzuwidmen und den Verkehr dadurch zu entschleunigen.

Postiv ist auf jeden Fall zu vermerken, dass dieser Vorstoß der SPD in der Bezirksvertretung Nord einhellige Zustimmung aller Parteien gefunden hat.

Lesen Sie bitte den nachstehenden Hinweis auf eine Veranstaltung am Donnerstag den 31. März.

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Fahrradstraßen in den Rieselfeldern:
SPD lädt zu Fahrradaktion am 31.03.2016 ein

„Vorrang für Fahrräder, und damit  für  Erholung und Natur im Vogelschutzgebiet Rieselfelder, dafür wollen wir im Rahmen einer Fahrradkundgebung am 31.03.2016 werben. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen“, so SPD-Ratsherr Thomas Kollmann. Vertreter der Biologischen Station und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs haben ihre Teilnahme ebenfalls bereits zugesagt.

„Die SPD-Fraktion setzt sich für die Umwidmung von Teilbereichen der Straßen Coermühle und Hessenweg zu Fahrradstraßen ein. Für Kfz-Verkehr soll Tempo 30 gelten, um Besucher*innen der Rieselfelder und die dort lebenden Tiere besser zu schützen“, erklärt SPD-Ratsfrau Katharina Köhnke aus Coerde.

„Im Rahmen der Veranstaltung ist eine gemeinsame kleine Radtour ab 16:30 Uhr von der Gaststätte Heidekrug bis zur Biologischen Station und zurück vorgesehen. Um 17:00 Uhr erfolgt eine Kundgebung mit Treffen an der Gaststätte Heidekrug. Anschließend ist ein gemeinsamer gemütlicher Ausklang geplant“, beschreiben Katharina Köhnke und Thomas Kollmann den genauen Ablauf der Veranstaltung.

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Der Frühling macht’s möglich: die Rieselfeld-Störche sind wieder da

… aber auch sie wären durch die geplanten Windenergienanlagen bedroht (Achtung: Online-Petition).

mit den südlichen Winden in der vergangenen Woche sind einmal mehr wieder einige Zugvögel hier eingetroffen. Einige machen hier nur Rast, wie zum Beispiel Alpenstrandläufer und der Waldwasserläufer, andere jedoch sind gekommen um hier zu brüten. Dazu gehören die von allen geliebten Weißstörche. Seit Freitag ist nun auch das Storchenpaar auf der Gaststätte Heidekrug, die am Samstag den 26. März wieder ihre Pforten öffnet, eingetroffen. Derzeit haben drei Storchenpaare ihre vorjährigen Nester wieder besetzt. Aber der Frühling ist noch jung, es können mit den nächsten südlichen Luftströmungen auch noch mehr werden. Zwei der Storchen-Nisthilfen befinden sich auf Privatgrund. Es wird gebeten diese Flächen nicht zu betreten. Neben dem Storchenpaar auf der Gaststätte Heidekrug kann ein zweiter Horst direkt von einer Beobachtungshütte am Wöstebach eingesehen werden. Mit etwas Glück und einem guten Fernglas sind alle drei Standorte vom Aussichtsturm aus zu sehen. Auch die Weißstörche können durch die geplante Errichtung von Windkraftanlagen an den Rieselfeldern betroffen sein.

Falls die Storchenpopulation wächst werden aus Mangel an natürlichen Neststandorten auch neue Nisthilfen benötigt. Die neue Nisthilfe steht direkt hinter der Station.
Falls die Storchenpopulation wächst werden aus Mangel an natürlichen Neststandorten auch neue Nisthilfen benötigt. Die neue Nisthilfe steht seit Dienstag  direkt hinter der Station.

Der Erhaltungszustand der Storchenpopulation ist zur Zeit als stabil anzusehen. Störche zählen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den streng geschützten Vogelarten. Dennoch sind in Deutschland bisher 53 dokumentierte Schlagopfer durch Windkraftanlagen zu beklagen. Dies wird aus einem für Deutschland von der staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg geführten Kataster ersichtlich (Stand: Dez. 2015). Gerade Nahrungs-Suchflüge finden zu einem nicht unerheblichen Teil im Höhenbereich der Rotorblätter (50-150m) statt. Der Umkreis von einem Kilometer um einen Storchenhorst gilt als absoluter Tabu-Bereich für Windkraftanlagen. Auch der Radius von zwei bis drei Kilometer um einen Horst, sollte als Nahrungs-Suchbereich frei von entsprechenden Anlagen bleiben. In diesen Radius fallen auch die geplanten Windkraftanlagen an den Rieselfeldern. 2014 brüteten fünf Storchenpaare in den nahrungsreichen Rieselfeldern, 2015 zunächst vier Paare, allerdings waren drei nur erfolgreich.

Mittlerweile gibt es nicht nur Unterschriftenlisten gegen die geplanten Windkraftanlagen, sondern auch eine Online-Petition im Internet. Dort können Sie direkt auch für die Zukunft der Storchenpopulation in den Rieselfeldern votieren.

Unterschriftenliste gegen Windenergieanlage nahe den Rieselfeldern

Liebe Rieselfeld-Freunde!

Es ist selbstverständlich, dass die Biologische Station Rieselfelder Münster alles unternimmt, damit der Schutzstatus des Gebietes als Europäisches Vogelschutzgebiet erhalten bleibt. Dazu gehören die Bewässerung und Gebietspflege sowie auch das Vogelmonitoring, das heißt, die kontinuierliche Beobachtung und Zählung der Vogelbestände im Schutzgebiet. Dazu gehört aber auch, Gefahren für das Schutzgebiet abzuwenden, die die geflügelten Besucher in ihren Beständen beeinträchtigen könnten.

In unmittelbarer Nachbarschaft der Rieselfelder ist in einem Abstand von gut 300 m eine hohe Windenergieanlage geplant.

Die Stadtplaner, beziehungsweise die Mehrheit der planerisch wirksamen Politiker im Rat der Stadt Münster zeigen bisher kein Einsehen, dass zu einem derartig hochkarätigen Schutzgebiet, wie es die Riesefelder sind, zumindest ein Abstand von mindestens 1200 m  zu fordern ist. Nur so lassen sich die Gefahren, wie Vogelschlag und Verscheuchung, für einfliegende nahrungssuchende Vögel und durchziehende Zugvögel minimieren. Es ist dies eine Forderung der staatlichen Vogelschutzwarten, die bereits durch Verwaltungsgerichtsentscheidungen bestätigt wurde.

Windkraftanlage und Vogelzug in der Dümmer Moorniederung - wir schaffen zusätzliche Gefahren.
Windkraftanlage und Vogelzug in der Diepholzer Moorniederung – wir schaffen zusätzliche Gefahren.

Nun ist auch die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Sie können mit Ihrer Unterschrift auf der an der Biologischen Station und in der Ausstellung am Rieselfeldhof ausliegenden Unterschriftenliste zeigen, dass Sie in diesem Punkt nicht die Planungen der Stadt unterstützen.

Grün-schraffiert: Rieselfelder, rote Pfeile: Wechselbeziehungen zu benachbarten Feuchtgebieten und Grünlandbereichen (z.T. außerhalb des Kartenausschnittes), Oranger Stern: Bereich der geplanten Anlage von Windenergieanlagen (WEA)
Grün-schraffiert: Rieselfelder, rote Pfeile: Wechselbeziehungen zu benachbarten Feuchtgebieten und Grünlandbereichen (z.T. außerhalb des Kartenausschnittes), Oranger Stern: Bereich der geplanten Anlage von Windenergieanlagen (WEA)

Die Unterschriftenlisten können auch zur weiteren Verbreitung heruntergeladen und ausgefüllt an die Biologische Station Rieselfelder Münster, Coermühle 181, 48157 Münster geschickt werden.

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Klicken und herunterladen:

Kranichzugtag im Westen

Heute, Mittwoch den 9. März war wieder ein Kranichzugtag. Kranichzüge konnten den ganzen Tag ab ca. 10 Uhr witterungsbedingt vor allem im Westen von Nordrhein-Westfalen gesichtet werden. Meldungen aus Münster und Recklinghausen scheinen die östlichsten Beobachtungen gewesen zu sein. Sie zogen meist hoch am Himmel und diesmal auch alle nach Norden und Nordosten.

Umweltausschuss gegen europäischen Vogelschutz

Die schwarz-grüne Mehrheit im Umweltausschuß der Stadt Münster hat sich am 2. März für eine Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Energieparks mit Windrändern am Rande der Rieselfelder ausgesprochen. Damit nimmt sie die negative Beeinflussung des Europäischen Vogelschutzgebietes Rieselfelder Münster billigend in Kauf.

Nachstehend lesen sie die Presseerklärung der Biologischen Station Rieselfelder Münster zu den Darstellungen im Zeitungsartikel vom 3. März:

Biologische Station Rieselfelder Münster

Pressemitteilung vom 3.3.2016

Gewerbegebiet Hessenweg ist nicht Energiepark Saerbeck.
Bereits im Jahr 2013 war ein Abgesandter der „Grünen“ in der Biologischen Station, um zu erörtern, ob es Möglichkeiten der Ansiedlung von Windenergieanlagen im Bereich des Gewerbegebietes Hessenweg gäbe; dieses Ansinnen wurde von der Station schon damals zurückgewiesen. Dabei wurde aber nicht der „Energiepark“ als solcher abgelehnt, sondern als sinnreiche Einrichtung für etwa Batterieforschung, Wasserstofftechnologie, Fotovoltaikforschung usw. bezeichnet.
Außerdem wird überhaupt nicht klar, ob geplant ist, zusätzlich zu dem ohnehin nicht infrage kommenden Bereich nahe des Kanals zwischen dem GI-Gebiet Hessenweg und Coerde im Gewerbegebiet selbst noch zusätzliche Anlagen aufzustellen, was nahe am Schifffahrter Damm bis zu einer Gesamthöhe von 50 Metern möglicherweise ginge.

Wenn Herr Joksch nun behauptet, wir hätten „keine Bedenken gegen Windräder geäußert, die östlich des Kanals stehen“, ist das so pauschal eindeutig unzutreffend. Der Kanal im Bereich Hessenweg liegt nicht nur unmittelbar angrenzend an das Europäische Vogelschutzgebiet, sondern ist gleichzeitig auch eine Vogelzugleitlinie. Und wenn der „Nachhaltigkeitsdezernent“ Peck ausgerechnet auf Saerbeck verweist, so „soll er mir doch einmal zeigen, wo im Einflussbereich des Energieparks Saerbeck ein europäisches Vogelschutzgebiet liegt“, betont Michael Harengerd.
Bemerkenswert sei das Vorgehen der Grünen auch, weil sie in der Vergangenheit nicht nur das heutige Vogelschutzgebiet massiv unterstützt, sondern das Gewerbegebiet Hessenweg rundweg abgelehnt hätten.

3.3.2016
Dr. Michael Harengerd

 

Die Pressemitteilung nimmt Bezug auf den nachstehenden Presseartikel:

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