Willkommen in den Rieselfeldern!

Wir freuen uns dass Sie den Weg zu unserer Internetpräsenz gefunden haben. Auf diesen Seiten möchten wir – das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biologischen Station – Ihnen Neuigkeiten und Informationen rund um das Europareservat Rieselfelder Münster und seine zahlreichen tierischen und verwurzelten Bewohner präsentieren. Aktuelle Veranstaltungs-Hinweise finden Sie unter dem Unterpunkt „Veranstaltungen“.

Wir hoffen, dass wir Sie für den Naturschutz und natürlich für die Rieselfelder begeistern können!

Erstnachweis des Feldrohrsängers in NRW

In der frühen Dämmerung am Abend des 18. Septembers wurde im Rahmen des Monitorings schilfbewohnender Singvögel eine außergewöhnliche Rarität gefangen und anschließend beringt. Bereits bei der Kontrolle der für die Beringung aufgestellten Netze fiel ein Rohrsänger durch seinen ungewöhnlich auffälligen Überaugenstreif auf, der ihn von den häufig hier vorkommenden Teich- und Sumpfrohrsängern unterschied.  Schnell fiel der Verdacht auf den Feldrohrsänger, was sich bei der anschließenden genaueren Betrachtung und Vermessung des Vogels bestätigte.  Wegen der Besonderheit dieses Nachweises wurde telefonisch die Unterstützung der Kollegen von der Inselstation der Vogelwarte Helgoland hinzugezogen, denen an dieser Stelle für die Hilfe gedankt wird. Nach der Beringung wurde der Feldrohrsänger wieder freigelassen und hält sich möglicherweise noch in den Schilfflächen des Gebietes auf.

Feldrohrsänger
Feldrohrsänger: Deutlich erkennbar ist der auffällige Überaugenstreif.

Der Feldrohrsänger ist eine mittel- und zentralasiatische Rohrsängerart, die im Herbst nach Süden in Richtung Iran/Indien zieht und in Mittel- und Westeuropa entsprechend nur sehr selten nachgewiesen werden kann. In Nordrhein-Westfalen ist es der erste Nachweis dieser Art.

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Rückenansicht des Feldrohrsängers

 

Der Feldrohrsänger ist nicht der erste seltene Rohrsänger, der in diesem Jahr mit Hilfe der Beringung nachgewiesen werden konnte. Bereits Anfang August konnte mit dem Seggenrohrsänger eine weitere Besonderheit gefangen und beringt werden. Der Seggenrohrsänger ist im Gegensatz zum Feldrohrsänger eine Art, die früher in weiten Teilen Mitteleuropas weit verbreitet war, deren Bestand in den letzten Jahrzehnten aber durch den Lebensraumverlust so stark zurückgegangen ist, daß die Art weltweit vom Aussterben bedroht ist. In Deutschland kommt der Seggenrohrsänger nur noch in wenigen Paaren im Grenzgebiet zu Polen vor.  In den Rieselfeldern wird der Seggenrohrsänger durch die Beringung in den letzten Jahren regelmäßig in geringer Zahl nachgewiesen.

Seggenrohrsänger
Seggenrohrsänger

Arno-Schmidt-Lesungen in den Rieselfeldern

An der Einfahrt zum Rieselfeldhof haben wir ein Schild stehen, dass der Rieselfeldhof ein Ort für Natur, Kultur und Geschichte ist. So haben wir in der Vergangenheit auch schon Ausstellungen in dem Seminargebäude oder Skulpturen in der Außenausstellung zeigen können.

Dieses mal wird nun das Rieselwärterhäuschen am Infopunkt 3 Ort für kulturelles Geschehen sein:

DAS ARNO SCHMIDT PROJEKT
Lesungen, Ausstellungen, Vorträge


18. August – 18. September 2016

Mein Credo: Flachland und Nachschlagewerke. Arno Schmidt

Der Schriftsteller Arno Schmidt (1914-1979) war ein früher Radiomann. Mit seinen Funk=Essays, die er für das Radio schrieb, verdiente er sich zeitweise seinen Lebensunterhalt. Der Schauspieler Carsten Bender und der Historiker Thomas Kleinknecht haben ein polyphones Leseprogramm in neun Stationen zusammengestellt, bestehend aus Ausschnitten früher Romane, fiktiver Briefe, Materialien für eine Biografie und besagten Funk=Essays: Eine „Sender-Suche“ mittels Verlautung! Mittels bildnerischer Assoziationen nähert sich die Künstlerin Gertrud Neuhaus dem Autor als Sammler von Alltagsrealitäten.

Klappkarte außen klein
copyright: Gertrud Neuhaus

Der Schriftsteller Arno Schmidt war auch ein leidenschaftlicher Fotograf. Ab 1958 bis zu seinem Tod lebte er mit seiner Frau Alice in dem Dorf Bargfeld in der Südheide. Auf seinen täglichen Spaziergängen fotografierte er die Heide-Landschaft. Seine Naturverbundenheit spiegelt sich aber nicht nur darin, sondern auch in der literarischen Umsetzung seiner auf zahlreichen Spaziergängen gesammelten Eindrücke: 1000 dieser Gänge verdichten sich so zu einer einzigen kaleidoskopischen Wegbeschreibung. Ein ähnlicher lokaler Kontext findet sich in Münsters Norden: das Rieselwärterhäuschen im Flurbezirk Gelmer-Heide der Rieselfelder: Flachland!

Der Projektzeitraum ist so gewählt, dass die Vögel in den Rieselfeldern nicht in ihrer Brut beeinträchtigt werden. Nutzen Sie den Zeitraum für eine Wochenend-Radtour durchs Vogelreservat kombiniert mit Literatur zum Hören und Kunst zum Sehen.

 

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copyright:Arno Schmidt Stiftung, Arno Schmidt in der Lausitz auf einer Wiese sitzend.

 

Zweiter Lese- und Ausstellungsort ist die Kulturetage der Stadtbücherei Münster: Nachschlagewerke!

Lesungen
Mundus in Voce
auch
Arno Schmidt’s alternative Zeitgeschichte aus dem Geist der Phonetik
Eine dialogische Lesung in neun Stationen:
Aus frühen Werken Arno Schmidt’s
durch Carsten Bender und Thomas Kleinknecht
Alle neun Abschnitte des Leseprogramms sind auch einzeln hörbar.

Ausstellungen
beiläufige Nudeln

Komposition aus Alltagsdingen und Objekten
zur Biografie, Persönlichkeit und Arbeitsweise Arno Schmidts
von Gertrud Neuhaus  www.gertrudneuhaus.de
im Rieselwärterhäuschen während der Lesungen
in der Stadtbücherei zu den Öffnungszeiten

Premiere und Vernissage Donnerstag, 18. August 2016, 17 Uhr,
Lesungen am Premierentag auch stationsweise zur vollen Stunde 11-16 Uhr
Kulturetage der Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11, 48143 Münster
Weitere Lesungen dienstags und donnerstags um 17 Uhr

Lesungen am Rieselwärterhäuschen
bei gutem Wetter* – samstags und sonntags von 14 – 17 Uhr
Rieselwärterhäuschen in den Rieselfeldern,
nahe Gaststätte Heidekrug, Coermühle 100, 48157 Münster
Anreise unter:  http://wp.biostation-muenster.org/anreise . Von der Gaststätte Heidekrug aus orientieren Sie sich bitte Richtung Infopunkt 3.

-Extra-Lesung am Rieselwärterhäuschen-
Thomas Thieme liest Einar Schleefs Erzählung „Herr Kowalski“ – ein moderner Schreckensmann?
Sonntag, 11. September 2016, zwischen 14 und 17 Uhr (genaue Zeit folgt*)

© Leserechte für die Erzählung von Einar Schleef mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags.

Arno-Schmidt-Vorträge
In der Kulturetage der Stadtbücherei Münster werden zusätzlich Kurz-Vorträge zu ausgewählten Themen zu hören sein.*

 DER EINTRITT ZU ALLEN VERANSTALTUNGEN IST FREI.

*Wegen des Wetters und aktualisierter Informationen (besonders hinsichtlich des Vortragsprogramms) achten Sie bitte auf die Ankündigungen unter:
www.carsten-bender.de/arnoschmidt

Eine Produktion von Gloster! Theaterproduktionen
Gefördert von Kulturamt der Stadt Münster
Unterstützt von Biologische Station in den Rieselfeldern, Stadtbücherei Münster, Arno Schmidt Stiftung Bargfeld

Herzlichen Dank an Peter Eisenberg, Walter Gödden, Jörg Kersten, Erika Knop, Stephan Krass, Birgit Mazassek, Helga Pape, Bernd Rauschenbach, Günter Rohkämper-Hegel, Biologische Station Rieselfelder Münster, Christoph Spieker, Benedikt Surmund, Thomas Thieme und Wolfgang Türk.

© Leserechte für die Werke von Arno Schmidt mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main.

Sturmschäden in den Rieselfeldern

Das schwere Gewitter vom Donnerstag Abend hat seine Spuren in den Rieselfeldern hinterlassen. Zum Teil sind einige Wege im Naturerlebnisgebiet durch umgestürzte Bäume und auseinandergebrochene Weiden  nicht passierbar. Da in der Nacht noch weitere Gewitter erwartet werden, können durchaus auch weitere Schäden hinzukommen.

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Umgestürzter Obstbaum am Kanonenwäldchen

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Behinderungen am Schilflehrpfad

Es ist noch nicht absehbar, ob die Hindernisse alle bis zum Wochenende beseitigt werden können. Wer am Wochenende unbedingt in die Rieselfelder will, wird mit Einschränkungen und Behinderungen rechnen müssen.

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Zahlreiche Äste auf den Wegen

Ein kleiner Trost: die Jungstörche haben, soweit bisher beobachtet, den Gewittersturm unbeschadet überstanden.

So wie die ersten Vögel wieder nach dem Regen sangen, klang es fast schon so, als freuten sie sich über die Abkühlung nach einem sehr heißen Tag. Übrigens Wolken am Himmel können dramatische Sonnenuntergänge hervorrufen – sehr schön zu beobachten von der Terasse der Gaststätte „Heidekrug“. Dort ist noch alles heile.

Es ist vorbei! Schwarz-grüne „Koalition“ streicht das Windkraftgebiet 4a

Am 14.6. haben die beiden Parteien, die im Rat der Stadt Münster die Mehrheit haben, einen Antrag eingebracht, das Vorranggebiet 4a – nur knapp 400 m vom südöstlichen Rand der Rieselfelder entfernt – zu streichen.
Damit hat die Politik den fast 7.000 Unterschriften gegen das Gebiet 4a sowie der Online-Umfrage der WN aus dem April (84% gegen dieses Gebiet!) endlich nachgegeben – und zwar erstmals mit Naturschutzargumenten!
Wir erinnern uns: Vor gut einem Jahr (2.6.2015 im großen Saal der Stadtwerke) hatten die an Heftigkeit in den letzten Monaten deutlich gewonnenen Auseinandersetzungen begonnen. Aber erst nachdem sich die Unterschriften häuften, begann das Einlenken der Politik – auch wenn in der Begründung für die Streichung dieses Gebietes nur Naturschutzargumente vorkommen.

Wir danken jedenfalls all denjenigen, die unterschrieben haben, an dieser Stelle ganz besonders und hoffen, dass uns solche Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit einem möglichen Energiepark Hessenweg erspart bleiben!

Stadtplanung contra biologische Vielfalt

Unglaublich aber leider wahr: die Konzentrationszone für Windenergieanlagen nahe dem Europäischen Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster steht immer noch in der Liste der Flächennutzungsplanänderungen für die Ratssitzung am 29. Juni.

Teile von Politik und Verwaltung gefährden somit wissentlich die Wertigkeit des Feuchtgebietes internationaler Bedeutung. Sie gefährden darüber hinaus das Potential eines so wertvollen Schutzgebietes in einer immer intensiver genutzten Kulturlandschaft als Rückzugsgebiet. Da sich dies nicht auf einzelne Fledermaus- oder Vogelarten reduzieren lässt, besteht die Biologische Station Rieselfelder Münster auf dem, von den staatlichen Vogelschutzwarten geforderten Abstand von 1200 m um ein solches Europäisches Vogelschutzgebiet. Es wird damit nicht zuletzt auch am eigenen Ast gesägt, was die Attraktivität Münsters für Besucher betrifft. Viele Menschen nicht nur aus der näheren Umgebung von Münster besuchen die Rieselfelder wegen dieser besonderen Wertigkeit, wegen der besonderen Artenvielfalt der Vogelwelt.

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Gänse starten in der Morgendämmerung vom Schlafplatz am Großen Stauteich zu den umliegenden Nahrungsgründen. Ein Windrad am Hessenweg würde ihnen zum Teil den Weg zu den Grünlandflächen in der Werse-Aue und am Edelbach verstellen.

Auf der anderen Seite fällt ein potentieller Windkraftstandort heraus, „…da das Windrad weithin bis hin zum Aasee sichtbar wäre…“(aus der WN vom 9. Juni „Münsterscher Anzeiger“). Einen minderwertigeren, ja lachhafteren Ablehnungsgrund kann man sich kaum vorstellen. Zudem fehlt leider immer noch eine nachvollziehbare Begründung für den Wegfall des Windvorranggebietes „Werse / Laer“.

Es ist somit an den Ratsfrauen und Ratsherren des Rates der Stadt Münster am 29. Juni zu entscheiden: stimmen sie für die Windvorrangzone 4a am Hessenweg, dann stimmen sie gegen die Rieselfelder.

Die Unterschriftenaktion der Biologischen Station Rieselfelder Münster gegen das geplante Windvorranggebiet 4a am Hessenweg läuft noch bis zum 25. Juni. Unterschriften können auf Unterschriftenlisten oder aber im Internet abgegeben werden (siehe linke Spalte). Derzeit haben bereits insgesamt über 6200 Menschen mit ihrer Unterschrift die Rieselfelder unterstützt.

Sollte der Rat der Stadt Münster sich für das Windkraftvorranggebiet aussprechen, muss sich die Bevölkerung der Stadt Münster schon jetzt innerlich darauf vorbereiten, dass es gegen dieses Windkraftvorranggebiet 4a ein Bürgerbegehren geben wird.

Übrigens: die Ratssitzung ist öffentlich und beginnt um 17:30 Uhr im Festsaal des Rathauses, Prinzpalmarkt 8-9.

 

Mehr Unterschriftenlisten

Fast täglich kommen mit der Post auch ausgefüllte Unterschriftenlisten bei uns an für die Petition gegen das Windvorranggebiet 4a im aktuellen Flächennutzungsplanentwurf der Stadt Münster.

Heute übergab Herr Lindenblatt von der Heimatgruppe Gelmer eine Sammlung von 123 Unterschriften, für die wir uns herzlich bedanken. Insgesamt sind bereits über 5400 Unterschriften bei der Biologischen Station Rieselfelder Münster eingegangen.

Unterschriften werden sowohl online als auch als handunterschriebene Listen noch mindestens bis zum 25. Juni gesammelt. Die Online-Petition wurde bis zum 25. Juni verlängert.

Allen Unterstützern auf diesem Weg unseren herzlichen Dank!

Rieselfelder verteidigen

Wenn die Nutzungen am Rande von Städten und Gemeinden intensiviert werden, und jeder Quadratmeter verbaut oder zumindest verplant wird und nicht brach liegt oder nicht unter eine extensivere Nutzung fällt und wenn gleichermaßen die Nutzungen in der freien Feldflur derart intensiviert werden, dass Lebensräume für andere Lebewesen als den Menschen zur Mangelware werden, dann müssen wenigstens die Schutzgebiete, die letztendlich nur wenige Prozent der Landesfläche ausmachen, so geschützt werden, dass ihre Lebensraumfunktionen auf Dauer gesichert sind.

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Schlammbänke – wichtige Nahrungsquellen für viele Vögel – wirken wie Magnete auf durchziehende Vögel. Wo gibt es sie sonst noch in unserer Kulturlandschaft?

Unter diesen Vorzeichen ist es zu verstehen, dass die Biologische Station Rieselfelder Münster auf die fachlich begründeten Abstände von Windkraftanlagen zum Schutzgebiet besteht und diese durchsetzen wird.

Es ist völlig unverständlich, wie eine Partei mit einer grünen Agenda nun sogar den Wert eines Europäischen Vogelschutzgebietes mit einer indiskutablen Windkraftplanung torpediert. Wir sind im flachen Binnenland an einer noch nicht einmal erhabenen Position, dort können nur sehr große Windräder auf Dauer wirtschaftlich sein. Diese müssen einen gehörigen, hier mindestens 1200 m, Abstand halten, um das Gebiet nicht negativ zu beeinflussen.

Viel Energie geht derzeit dabei in die Auszählung von Stimmen und in die Organisation des Protestes, Energie die leider woanders im Rieselfeld fehlt. In einer Online-Petition haben sich über 2200 Menschen für die Position der Biologischen Station und gegen Windräder nahe den Rieselfeldern ausgesprochen. Darunter sind nicht ganz 1000 Münsteranerinnen und Münsteraner. Auf analogen Unterschriftenlisten, die zum Unterschriften sammeln von dieser Internetseite heruntergeladen werden können, haben zudem bisher mehr als 2300 Menschen mit ihrer Unterschrift den Rücken der Biologischen Station gestärkt. Davon kommen bisher über 1500 Unterschriften aus Münster.
Insgesamt unterstützen somit mehr als 4500 Menschen davon 2500 Münsteraner das Europäische Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster im Protest gegen nahe gelegene Windenergieanlagen.

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Die Gewinnung von Windenergie ist in einem Abstand von mehr als 1200 m von der Schutzgebietsgrenze akzeptabel.

So sehr wie die Rieselfelder mittlerweile auch als Naherholungsgebiet von Münsteranern geschätzt werden, könnten es gerne auch noch mehr Unterschriften gerade aus Münster sein.

Die Online-Petition endet am 13. Juni, die analogen Unterschriftenlisten werden noch mindestens bis 25. Juni weiter gesammelt.

Zum Üben in die Rieselfelder

Artikel der Westfälischen Nachrichten zur Vogelzählung

Auch der Presse-Nachwuchs muß mal ran. Unter diesem Motto könnte der nachstehende Link zu einem Artikel über die Vogelzählung in den Rieselfeldern stehen.

Dabei wurde Andrea Klein vom Verein Biologische Station Rieselfelder Münster e.V. von den zwei Nachwuchs-Journalistinnen Jana Nitsch und Karen Schütz, beide Praktikantinnen bei den Westfälischen Nachrichten (WN), zu ihrer ehrenamtlichen Arbeit in den Rieselfeldern befragt. Heraus kam ein Artikel über die Vogelzählung.

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Von links: Die WN-Praktikantinnen Karen Schütz und Jana Nitsch sowie Andrea Klein vom Vereien Biologische Station Rieselfelder Münster e.V..

Interessant war auch, dass Frau Nitsch derzeit von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) an die WN ausgeliehen ist. Bei der DBU in Osnabrück absolviert Frau Nitsch ein Volontariat im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“. Die Tagespresse ist sicherlich auch für Deutschlands größte Umweltstiftung ein wichtiger Partner, wenn es um die Information einer breiten Öffentlichkeit geht. Gut wenn man weiß, wie dort Artikel entstehen und in die Medien gelangen.

Der Link zum Vogelzählungsartikel.

Grafschafter Naturschutzstiftung unterstützt Stegerenovierung

Die Naturschutzstiftung der Grafschaft Bentheim unterstützt die Renovierung der Stege an der Biologischen Station Rieselfelder mit Projektmitteln in Höhe von 15 000 Euro über den Zeitraum von drei Jahren.  Der Startschuss für das Projekt wurde am Montag mit einem Handschlag besiegelt.

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Von links: Paul Uphaus und Hartmut Schrap von der Naturschutzstiftung der Grafschaft Bentheim sowie Dr. Michael Harengerd, Leiter der Biologischen Station, und Rüdiger Sasse von der Feinbrennerei Sasse.

Möglich wird dies durch die Ausschüttungen aus dem „Fond Grafschafter Kräuterwacholder“, der durch die Feinbrennerei Sasse gefüllt wird. Die Schöppinger Spezial-Destillerie im West-Münsterland unterstützt mit diesem Fond nicht nur die Wacholderheiden in der Grafschaft Bentheim, sondern auch Naturschutzprojekte im Münsterland.

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… stellt Mittel aus dem Fond „Grafschafter Kräuterwacholder“ zur Verfügung.

Die Stege an der Biologischen Station sind etwas in die Jahre gekommen. Das Auswechseln einzelner Bretter war in letzter Zeit immer nur eine Notlösung. Die Stege sind für die Umweltbildungsarbeit der Station sehr wichtig, da sie Kinder sehr nah an das Wasser führen, um dort Tiere unter Anleitung fangen, kennenlernen und beobachten zu können. So lernten bereits viele Kinder beim Keschern die Bedeutung der Flachwasser- und Schlammbereiche für die im europäischen Vogelschutzgebiet rastenden Vögel kennen.

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Die maroden Holz-Stege werden abgebaut während die Fundamente erhalten bleiben und auch das neue Holz tragen werden.

Obwohl bis zu 70 Kescher-Veranstaltungen im Jahr (Motto: Was bei den Vögeln auf der Speisekarte steht) nicht gerade für beruhigte Lebensräume sprechen, können gerade durch die Stege, die für das Wasserleben wichtigen und sensiblen saichten Uferränder geschont werden. Diese mit Stegen erschlossenen Minirieselfelder danken es mit einer großen Lebensfülle, die dort Jahr für Jahr erlebbar ist und Dank der Naturschutzstiftung, der Feinbrennerei Sasse und den Mitarbeitern der Biologischen Station auch in Zukunft sein wird. In drei Abschnitten werden das Holz ersetzt, die Stege zum Teil verbreitert und auch wieder einseitig mit einem Geländer versehen.

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… unterstütz Naturschutzprojekte im Münsterland.

Während der Renovierung ist mit einer eingeschränkten Begehbarkeit der Stege zu rechnen. Mitarbeiter der Biologischen Station haben begonnen, Minirieselfelder zum Teil trocken zu legen und Teile der Stege abzubauen. Ersatzweise ist nun ein benachbartes Minirieselfeld höher befüllt. Das erforderliche Holz für die Renovierung ist bereits bestellt.

Auch die Westfälischen Nachrichten berichteten darüber:

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Schoeppingen

und hier:

http://www.wn.de